Geschichte
Die Geschichte der Hutmode ist beinahe so alt wie die Geschichte der Menschheit:
Sommer wie Winters ist er ein beliebter Begleiter, der Hut. Die Gefragtheit von Hutmode hat sich in den letzten Jahrzehnten und Jahren drastisch geändert. Einen einzigartigen Hut zu besitzen und zu tragen, den es in der Form noch nicht gab, symbolisierte beispielsweise noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Wohlstand der Träger und Trägerinnen. Die Hüte waren dazumal sehr groß und wurden mit Federn, Schmuck oder sogar teilweise mit Vögeln aufgeputzt, die erkennen ließen über wie viel Geld der Träger verfügte. Um das Jahr 1908 wurde die Hutmode noch rigoroser und Hüte wurden zu gigantischen Wagenrädern die üppig dekoriert wurden und einen opulenten Schmuck aus Bändern und Blumen erhielten.
In den 20er Jahren wurden die großen, üppig geschmückten und ausladenden Hüte abgelöst durch die schmale Toque, was einen modischen Grund hatte, denn von der Touque wurde die damals modische und angesagte Kurzhaarfrisur „der Bubikopf“ nicht vollständig verdeckt. Eines war zu jener Zeit allgemein bekannt:
Die strenge Etikette des 20. Jahrhunderts besagte, dass, wenn eine Frau als gut angezogen gelten wollte, sie keinesfalls ohne Kopfbedeckung auf die Straße gehen konnte. Egal ob Filzhut, Stoffhut oder Damenmütze. Frau musste ihren Kopf bedeckt halten.
Der aktuelle Hut Dresscode:
In den 50er Jahren hat sich der Hype um den Hut gelegt und kaum einer fühlte sich mehr genötigt einen Hut in der Öffentlichkeit zu tragen. Und Ende der 60er Jahre machten die bunten Strohhüte und die flippigen Bandanas und Kopftücher der Hippies der strengen Hutmode ein endgültiges Ende. Doch heute hat sich auch die Hutmode wieder emanzipieren können. Denn Frau von heute trägt Hut oder auch nicht. Ganz wie es ihr beliebt. Modisch und auffallend sind sie aber allemal die aktuellen Hüte und Kappen. Ein traditionelles Hut-Ereignis in der Gesellschaft der Reichen und Wohlhabenden gibt es aber immer noch: Das bekannte Pferderennen auf der königlichen Pferderennbahn in Ascot. England gilt ja vielfach als Wahrer der alten Traditionen, so auch in Sachen Kopfbedeckung.
Bei diesem Ereignis in Ascot kann das weibliche Publikum wie zu alten Zeiten mit phantasievollen Hutkreationen punkten und das tun die Damen von Welt auch, wie man Jahr auf Jahr bestaunen kann.